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Go South!

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Für Motoryachten gibts zwei Routen von New York nach Miami (Florida): Entweder der Ostküste entlang südwärts oder – das ist die spannendere Variante – man biegt nach 40 Seemeilen auf dem offenen Meer rechts ab in den Intracoastal Waterway – für Europäer ein völlig ungewohntes Fahrrevier mit Untiefen, eigenartigen Tieren, Sand und riesigen Buchten.

 

Der Intracostal Waterway (ICW) ist eigentlich eine lange Lagune, die von einem ebenso langen Riff vom Meer geschützt ist. Das Riff besitzt natürliche Öffnungen, sogenannte Inlets, an denen enorme Gezeitenströmungen auftreten. Zwischen 30 Metern und 50 Kilometern breit ist der ICW und überall ist er untief! Doch das Fahrwasser ist gut betonnt. Den Zeichen zu folgen ist Pflicht, sonst steckt man bald im Sand. Der Tidenhub beträgt bis zu zwei Metern, bei Ebbe bleiben nur 20-30 Zentimeter Wasser unter dem Kiel. Das ist gewöhnungsbedürftig. Die ganze US-Ostküste ist bis tief ins Landesinnere flach. Wegen des fehlenden Gefälles führen die Flüsse kein Geröll, bloss Sand. Das erklärt, weshalb Washington DC, Baltimore oder Philadelphia, die 170 Kilometer Luftlinie von der Küste entfernt sind, den gleichen Tidenhub messen wie Orte an der Küste.
In den USA ist die Farbe der Tonnen umgekehrt angeordnet wie in Europa: Einlaufend von See ist Rot rechts, Grün links! Auf dem ICW gibt es weder Güterverkehr noch Ausflugsboote oder Hotelschiffe. Nur viele Fischerboote: grosse Kutter und kleine Flitzer mit starken Aussenbordmotoren. Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt es nicht, dafür gilt: No Wake! Man darf so schnell fahren wie man will, solange keine Heckwelle von mehr als 15 Zentimeter entsteht. Die Polizei liegt in Schlauchbooten mit Blaulicht auf der Lauer.

 

Artikel zum Downloaden: seaside_usa_inwaterway_65_d.pdf (PDF, 4.29 MB)

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